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Gemeindegremien
Die Stadtverordnetenversammlung
Die von den Bürgern auf fünf Jahre gewählte Stadtverordnetenversammlung
ist das oberste Organ der Stadt. Sie trifft die wichtigen Entscheidungen
und überwacht die gesamte Verwaltung. Die Stadtverordnetenversammlung
tritt in der Regel einmal monatlich zusammen. Die Sitzungen sind öffentlich.
Bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil über die Arbeit
Ihrer Interessenvertreter! Sie sind bei den Sitzungen, deren Termine öffentlich
bekannt gemacht sind, herzlich willkommen. Tagungsort und Termine könne
Sie im Rathaus unter 299-113 (Sitzungsbüro) erfahren.
Die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung schließen
sich je nach Parteizugehörigkeit zu Fraktionen zusammen. Der SPD-Fraktion
gehören an
Stadtverordnetenvorsteher Manfred
Reuter
Fraktionsvorsitzende Daniela Leß
Stellv Fraktionsvorsitzender Rembert Huneke
Weitere Fraktionsmitglieder
Gerd Bauscher, Bernd Heinrich, Margo Ladiges, Gunther Lorenz, Dirk
Bohlender,
Gunther Reibert, Gabriele Roß, Dorothea Schwantje, Karl-Heinz
Stöcker, Angela Ullmann, Günter Weisenstein, Fanny Withofs, Inge Wolff,
Joachim Reper
Rede Haushaltsberatungen 2008
SPD-Fraktionsvorsitzende Daniela Leß

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher,
sehr geehrte Damen und Herren,
Vor Beginn meiner Haushaltsrede möchte ich die Gelegenheit nutzen, zur
Nachricht der Woche für die SPD Nidderau Stellung zu nehmen. Der
Frankfurter Rundschau vom Mittwoch war es öffentlich zu entnehmen, dass
die Erste Stadträtin der Stadt Nidderau auf Grund einer eingetretenen
Dienstunfähigkeit zum 1. März in den Ruhestand treten wird. Die
Sozialdemokraten haben Frau Rölling in 1997 und 2003 im Zuge der
rot-grünen Koalition mit gewählt und nun gilt es, ihr für die geleistete
Arbeit zu danken.
Die SPD war zum Ende der Zusammenarbeit nicht immer völlig einverstanden
mit der inhaltlichen Arbeit von Frau Rölling. Dennoch hat sie in ihrer
Amtszeit entscheidende Dinge mit auf den Weg gebracht wie den Neubau der
Kläranlage, den Ausbau der Niddertalbahn sowie die Nidderrenaturierung.
Sicherlich ist auch zu attestieren, dass Frau Rölling sich mit aller Kraft
für die Belange der Stadt eingesetzt hat. Diesem Einsatz muss sie nun
Tribut zollen. Wir hoffen, dass sich ihre gesundheitliche Situation
verbessern wird und sprechen unsere Hochachtung auch dafür aus, dass sie
den Weg der Versetzung in den Ruhestand gegangen ist.
Für die SPD möchte ich erklären, dass wir die Position einer zweiten Kraft
im Magistrat für erforderlich halten, um die Arbeit in unserer
prosperierenden Stadt schultern zu können. Allerdings wollen wir den
Ablauf der regulären Amtszeit Frau Röllings bis Herbst nächsten Jahres
abwarten und vor allem nicht vor der Bürgermeisterwahl in eine politische
Diskussion zu der Personalie eintreten. Das gebietet der Respekt vor dem
Wähler.
Nun möchte ich zum Thema Haushalt kommen. Es gibt ein wunderbares Büchlein
zum Thema Kommunalpolitik, nämlich das Wörterbuch Kommunalpolitik aus dem
Tomus-Verlag. „Kommunalpolitik ist das meist vergebliche Bemühen einer
kleinen Minderheit, es einer großen Mehrheit recht zu machen“ steht dort
als Definition.
Beim Haushalt 2008 gilt dies nicht. Die Freude über die guten Zahlen des
umsatzstärksten Haushalts in der Geschichte unserer Stadt könnte wohl kaum
größer sein, da nach dem Ausgleich des Fehlbedarfs des Vorjahres nun ein
ausgeglichener Haushalt vorliegt, der zudem eine kräftige Zuführung zur
Rücklage möglich macht in Höhe von rund 3,4 Mio. €. Unser städtisches
Sparschwein ist damit gut gefüllt!
Es werden zudem städtische Schulden von rund € 300.000,-- getilgt, was uns
Freiraum für die Zukunft verschafft. Besser noch: Neben der Tilgung
erwarten wir sogar Zinsen für unsere Rücklagen in mittlerer sechsstelliger
Höhe, nämlich 400.000,-- €.
Die zu zahlenden Zinsen für Kasssenkredite sollen auf nur 10.000,-- €
sinken. Nachdem wir in der letzten Haushaltssatzung noch einen
Kassenkreditrahmen von 12 Mio. € beschlossen hatten, sind es heute nur
noch 3 Mio. €. Dies ist erfreulich und lassen Sie mich das ausführen,
ungewöhnlich bei einer Stadt unserer Größe.
Die Gewerbesteuer sorgt für unsere heutige gute Laune. Es sind 16 Mio. €
als Einnahmen eingeplant. Eine Bestätigung für die Wirtschaftspolitik von
Bürgermeister Gerhard Schultheiß und der SPD-Fraktion.
Es hat sich als richtig erwiesen, das Vertrauen der Unternehmen auf lange
Sicht zu gewinnen. Es zahlt sich nun aus, dass Bürgermeister und
Stadtverordnetenvorsteher Manfred Reuter Vertrauen für unsere Stadt
gewonnen haben. Der Erfolg ist eingetreten.
Dieses Vertrauen in den Standort Nidderau wollen wir weiter ausbauen, auch
wenn es einmal Rückschläge geben sollte, wie im Jahr 2006. Langfristig
wird sich eine vorausschauende Wirtschaftspolitik auszahlen.
Das Wahlmotto der SPD bei den Kommunalwahlen hier vor Ort sowie unser
dauerhaftes Anliegen ist Lebensqualität in Nidderau. Diese Aufgabe sehen
wir durch den Haushaltsentwurf als gewährleistet an. Es sind Investitionen
geplant in Projekte, die der Lebensqualität der Menschen dienen. So ist es
erfreulich, dass für den Ausbau der Straßen und Gehwege nun 250.000,-- €
bereit gestellt werden nach Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses (HFA).
Dieser Betrag ist ungefähr das zweieinhalbfache der beiden Vorjahre. Es
ist wichtig, jetzt bei guter Haushaltslage Infrastruktur zu schaffen,
damit wir gerüstet sind für schlechtere Zeiten. Diese kommen auch wieder
auf uns zu, nicht zuletzt auf Grund sinkender Zuweisungen wegen unserer
hohen Wirtschaftskraft.
Ich danke deshalb allen, Verwaltung und Politik, dass im Zuge der
Beratungen nie das Augenmaß verloren wurde und maßvolle Anträge gestellt
wurden. Man hätte ja auch das Begehren nachvollziehen können, ein Füllhorn
auszuschütten.
Hervorzuheben ist die Neuschaffung einer Teilzeitstelle für das Netzwerk
Kinderbetreuung. Hier investieren wir in die Zukunft unserer Stadt, da die
Kinderbetreuung weiter optimiert werden soll. Eine Kompensation erfolgt in
Teilen durch Zuschüsse.
Als wichtiges Projekt hervorzuheben ist ebenfalls, dass 107.000,- € bereit
gestellt werden für die – endlich kommende – Verbesserung des Bahnverkehrs
auf der Niddertalbahn. Lange haben wir gewartet, nun ist es so weit, dass
die Verbindungen grundsätzlich besser und am Wochenende möglich werden.
Wir sind sicher, die hohen Kosten lohnen sich für uns.
Zum einen besteht nun auch am Wochenende die Möglichkeit, nach Frankfurt
mit der Bahn zu kommen. Das schafft Mobilität und entlastet die Straße.
Zum anderen verbessert sich die Situation für die Pendler und trägt somit
zur Attraktivitätssteigerung der Stadt bei.
Dies alles sind gute Gründe, dem Haushalt zuzustimmen. Wir stehen heute
auch vor einem historischen Ereignis, da nach den Ankündigungen im HFA es
so aussieht, als ob heute erstmalig in der Geschichte unserer Stadt ein
Haushalt einstimmig beschlossen wird. Aber Hand aufs Herz: Was sollte man
an diesen positiven Zahlen auch zu bemängeln haben?
Ich danke der Verwaltung dafür, dass mit Augenmaß gewirtschaftet wurde und
die Mittelanmeldungen trotz der guten Einnahmen doch recht bescheiden
blieben. Viel Arbeit liegt nun vor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
aber auch uns Parlamentariern, da der erste doppische Haushalt zu
erarbeiten ist. Aber ich bin sicher, dass auch dies bewältigt wird.
Deshalb – packen wir es gemeinsam an!
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Daniela Leß
vers.2.3_2008.01.29
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06187
Postleitzahl Nidderau
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Fraktion
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Eugen-Kaiser-Straße 58
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