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Gemeindegremien

Anträge

Aktuelle Anträge der SPD Stadtverordnetenfraktion

Anträge der SPD-Fraktion zum Haushalt 2008

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher Reuter,

1.Der Magistrat wird gebeten zu prüfen, ob es Investoren gibt, die Grundstücke aus dem Baugebiet verlängerte Wehrstraße zwecks Errichtung eines oder mehrerer Mehrfamilienhäuser erwerben möchten. Gegebenenfalls sind dann durch den Magistrat die erforderlichen Schritte einzuleiten

Begründung:

Der demographische Wandel betrifft auch die Stadt Nidderau. Mehrgenerationenhäuser sind ein Zukunftsthema. Zudem wäre gerade der Standort Eichen für das Projekt optimal, da der Abverkauf der Grundstücke bislang schleppend läuft.

2.Der Magistrat wird gebeten zu prüfen, welche Auswirkungen sich auf Grund der Optimierung des Schienenverkehrs auf der Niddertalbahn (Stockheim-Bad Vilbel) für den Stadtbusverkehr Nidderau ergeben.
.

Begründung:

Im Frühsommer kommt endlich die Optimierung der Verkehre auf der Niddertalbahn mit längerer täglicher Verkehrszeit und Wochenendverkehr. Die Auswirkungen auf den Stadtbus sind zu beobachten. Eventuell ergeben sich hier Konsequenzen, die eine Änderung/Ergänzung des Stadtbusverkehrs erforderlich machen.
 

Antrag Energiekonzept für die Neue Stadtmitte

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher Reuter,

die SPD-Fraktion stellt zur nächsten Stadtverordnetenversammlung folgenden Antrag:

Der Magistrat wird beauftragt zuprüfen, in welcher Weise eine nachhaltige und umweltverträgliche Energieversorgung der Bauvorhaben im Bereich der Neuen Stadtmitte sichergestellt werden kann.

Begründung:

Mit der Planung von Gewerbe- und Wohnbauten in der Neuen Stadtmitte wird voraussichtlich für absehbare Zeit das letzte größere geschlossene Planungs- und Baugebiet in unserer Stadt in Angriff genommen.

In Anbetracht der Endlichkeit fossiler Energien, des damit verbundenen CO²-Ausstoßes und der Preisentwicklung dieser Energien müssen auch bei Einzelbaumaßnahmen die Ziele der Energieeinsparung, der Wärmedämmung und der Verminderung von Emissionen konsequent verfolgt werden.

Die Palette der Möglichkeiten reicht von zentraler bis zu dezentraler Kraftwärmekoppelung – auch unter Einsatz nachwachsender Rohstoffe – bis hin zu individuellen energiesparenden Bauherrenentscheidungen wie Passivhaus,
Klein-Blockheizkraftwerken oder Solarmodulen.

Der Prüfungsauftrag an den Magistrat soll daher sowohl gebietsübergreifenden als auch individuelle Lösungen umfassen. Ferner soll eine Aussage zur baurechtlichen Sicherstellung der Umsetzung erfolgen.

 

Antrag

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher Reuter,

die SPD-Fraktion Nidderau bittet, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am 28. September 07 zu nehmen.

Der Magistrat wird darum gebeten folgendes zu veranlassen:
Zur nächsten Ausschusssitzung des Jugend- und Sozialausschusses möge der Leiter des Fachbereiches Kinder- und Jugendförderung dem o.g. Ausschuss zur Aussprache und Diskussion zur Verfügung stehen. Zur Vorbereitung dieser Ausschusssitzung soll eine Begehung der Nidderauer Jugendhäuser mit den Ausschussmitgliedern und den zuständigen Ortsbeiräten erfolgen.
 

Begründung:


Die Antwort des Leiters des FB Kinder- und Jugenförderung auf die Anfrage der SPD-Fraktion Nidderau an den Magistrat der Stadt Nidderau vom 08.06.07 enthielt weder neue Erkenntnisse noch Vorschläge für Problemlösungen. Wir erhoffen uns durch eine mündliche Aussprache konkretere Antworten auf unsere Fragen und eventuell auch Anregungen zu Lösungsvorschlägen.

 

Antrag

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher Reuter,

die SPD-Stadtverordnetenfraktion stellt zur nächsten Stadtverordnetenversammlung folgenden Antrag:

Die Stadtverordnetenversammlung bittet den Magistrat um Prüfung, ob sich innerhalb der Verwaltung aus den bestehenden Fachdiensten Jugend, Frauen und Soziales eine Familienberatungsstelle bilden lässt, die als zentraler Dienstleister für alle familienpolitisch relevanten Fragen zur Verfügung steht.
 

Begründung:


Bereits im Zuge der Beratungen des Haushalts 2006 wurde in den Gremien darüber nachgedacht, eine Einrichtung innerhalb der Verwaltung zu formieren, die sich als ganzheitlicher Ansprechpartner für familienrelevante Fragen sieht. Eine konkrete Folge hatte dieses Nachdenken bislang nicht.

Angesichts der bisherigen Spezialisierung der einzelnen Fachgebiete und Trennung der Zuständigkeiten erscheinen der SPD-Fraktion – neben der optimierten Bürgerfreundlichkeit durch nur eine Anlaufstelle in der Verwaltung – Synergieeffekte möglich.

Die verschiedenen Fachdienste sollen untereinander koordiniert werden, da eine zentrale Stelle quasi als Lotse dienen wird. Von der Familienberatungsstelle ausgehend sollen die Kundinnen und Kunden je nach Interessenlage von den hierfür besonders geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut werden. Insbesondere im Hinblick auf die sich verändernde Gesellschaft müssen neue Serviceleistungen aufgebaut werden unter Optimierung der bisherigen Strukturen.

 

Antrag

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher Reuter,

die SPD-Stadtverordnetenfraktion stellt zur nächsten Stadtverordnetenversammlung folgenden Antrag:

Die Stadtverordnetenversammlung appelliert an den Hessischen Minister des Innern und für Sport, dass im Wege der beabsichtigten Verstärkung der Polizeikräfte im Lande Hessen die Polizeistation Hanau II personell aufgestockt wird, um den gestiegenen Anforderungen im Bereich Hanau Land gerecht zu werden.
 

Begründung:


Nachdem in Hessen erwiesenermaßen Stellen im Streifendienst eingespart wurden (Arbeitszeiterhöhungen sind keine zusätzlichen Stellen), ist nun seitens der Landesregierung zu vernehmen, dass im nächsten Jahr eine Aufstockung um 500 Kräfte vorgesehen ist. Nach Personalabbau sowie einer Qualitätsverringerung durch den vermeintlichen Ersatz geeigneter Fachkräfte durch Polizeihelfer ist dies nun grundsätzlich begrüßenswert. Es entspricht dem Sicherheitsempfinden der in der Region wohnenden Menschen. Auch die SPD fordert in ihrem künftigen Regierungsprogramm eine Aufstockung der Personalstärke der Polizei. Der Antrag erfolgt deshalb ohne Ansehung der Person des Ministers.

Die Stadt Nidderau wird von der Polizeistation Hanau II nach besten Kräften und unter erheblichem Einsatz der Beamtinnen und Beamten betreut. Dennoch ist es kein Geheimnis, dass gerade an Wochenenden die zur Verfügung stehenden Streifen keinesfalls genügen, um den speziellen Anforderungen und der Vielzahl der Einsätze (z.B. bei Festen) gerecht zu werden.

Im Dialog mit Mitarbeitern der Landespolizei ist die SPD-Fraktion zur Meinung gelangt, dass eine Verstärkung der Polizeipräsenz im hiesigen Bereich unabdingbar ist. Die SPD möchte eine qualitativ gute Versorgung durch ausgebildete Polizeikräfte und keinesfalls nur durch in Sicherheitsfragen überforderte Laien.

 

Antrag

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher Reuter,

die SPD-Stadtverordnetenfraktion stellt zur nächsten Stadtverordnetenversammlung folgenden Antrag:

Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt die Gründung des Bündnisses für Familien durch den Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises. Die Stadt Nidderau tritt auf der Basis der bisherigen familienpolitischen Initiativen in Nidderau diesem Bündnis bei. Die weiteren Schritte sollen im Jugend- und Sozialausschuss beraten werden.
 

Begründung:


Den Medien ist zu entnehmen, dass sich bereits mehrere kreisangehörige Kommunen und Akteure dazu entschlossen haben, dem von der Stadt Gelnhausen und dem Main-Kinzig-Kreis initiierten Bündnis für Familien beizutreten. Hierzu zählen auch Nachbarkommunen.

Eine fachliche Beratung seitens des hierfür eingerichteten Servicebüros, das von der Bundesregierung und der Europäischen Union mitgetragen wird, erscheint auch für die Stadt Nidderau und bestehende Initiativen als nicht uninteressant.

Im Jugend- und Sozialausschuss soll kurzfristig eine Vorstellung des Konzepts und der Idee des Bündnisses erfolgen. Dort ist auch über weitere Schritte für Nidderau zu beraten.

 

Anfrage an den Magistrat der Stadt Nidderau
Seit einiger Zeit gibt es in Nidderau heftige Beschwerden über randalierende Jugendliche und junge Erwachsene.

Belästigung und Bedrohung

In fast allen Stadtteilen (es gibt Berichte aus Erbstadt, Ostheim und speziell aus Windecken) werden Anwohner und Passanten belästigt, sogar bedroht und angegriffen.

 

Vandalismus

Zerstörung öffentlichen und privaten Eigentums, Verunreinigung öffentlicher und privater Plätze und Grundstücke und Graffitis oder TAGs (Schriftzeichen) an Wartehäuschen oder Gebäudewänden (z.B. am Schwimmbad).

  • Welche Maßnahmen wurden bisher dagegen unternommen?

  • In welcher Weise ist das Jugendamt bzw. die Jugendpflege tätig geworden?

  • Gibt es eine aufsuchende Jugendhilfe oder ist etwas entsprechendes geplant?

  • Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Sozialdezernat?

  • Wurden Kontakte mit dem evangelischen Pfarramt Windecken aufgenommen, Gespräche geführt und Vorschläge für eine Problemlösung diskutiert?

  • Wurden Maßnahmen geplant oder durchgeführt oder liegen bereit Ergebnisse oder Erfolge vor?

  • Vor Jahren wurde ein Arbeitskreis mit dem Schwerpunkt „Drogen“ als Ergänzung zum Präventionsrat gegründet. Ist er noch aktiv?

  • Welche Erkenntnisse gibt es aus der bisherigen Arbeit?

In den Kindertagesstätten wurden bereits Gewaltpräventionsmaßnahmen vermittelt. Damit wird deutlich, dass aus pädagogischer Sicht bereits im Kleinkindalter derartige Erziehungsschwerpunkte nötig sind.

  • Wenn also Gewaltprävention schon für Kindergartenkinder für erforderlich gehalten wird, welche Präventionsmaßnahmen gibt es für Jugendliche?

  • Sind derartige Maßnahmen im Konzept der Jugendhilfe festgelegt oder geplant?

  • Wie sieht hier die Zusammenarbeit mit den Schulen aus?

In der JSA-Sitzung am 13. Februar 2007 wurde beschlossen,

Kontakte mit der Bertha-von-Suttner-Schule aufzunehmen. Welche Ergebnisse liegen hier vor?

  • Ist bekannt, dass der Jugendclub in Eichen geschlossen hat?

Für die SPD-Fraktion

Dorothea Schwantje
Nidderau, den 8.06.07

 

Antrag

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher Reuter,

die SPD-Fraktion Nidderau bittet, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am 29. Juni 07 zu nehmen.

Der Magistrat wird beauftragt, den bestehenden Arbeitskreis, der sich in Ergänzung zum Präventionsrat mit der Drogenproblematik bei Kindern und Jugendlichen befassen soll, einzuberufen und tätig werden zu lassen.

Begründung:


Seit geraumer Zeit häufen sich Beschwerden aus der Bevölkerung über Belästigungen, Bedrohungen und tätlichen Angriffen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Immer häufiger werden Zerstörungen und Verunreinigungen öffentlicher und privater Plätze und Grundstücke, Graffitis und TAGs (Schriftzeichen) an Wartehäuschen und Gebäuden, z.B. Schwimmbad, sowie Beschädigungen an Dingen (abgerissene Spiegel, Antennen und eingeschlagene Scheiben an Autos) festgestellt.

Mit freundlichen Grüssen
Dorothea Schwantje

 

Antrag

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher Reuter,

die SPD-Fraktion bittet, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am 29. Juni 07 zu nehmen.

Der Magistrat wird beauftragt, Gespräche mit dem Main-Kinzig-Kreis aufzunehmen, zwecks Wiedereinrichtung von Stellen für die Schulsozialarbeit.
.

Begründung:


Bereits vor einigen Jahren, waren an der Bertha-von–Suttner-Schule Sozialpädagogen im Bereich der Schulsozialarbeit im Rahmen eines Modellprojektes sehr erfolgreich tätig. Leider wurde diese befristete Tätigkeit zugunsten anderer Schulen eingestellt.

In Nidderau häufen sich derzeit die Beschwerden über Belästigung und Gewalt von Jugendlichen untereinander aber auch gegenüber erwachsenen Mitbürgern dieser Stadt. Probleme wegen schlechten Sozialverhaltes im Bereiche der Schulen werden zunehmend bekannt. Auch Gewalt in den Pausen und auf dem Schulweg.

Der Sozialpädagogische Dienst, bei dem auch Jugendpsychologen mitarbeiten sollten, könnten alle Schulen in Nidderau, also neben der Bertha-von-Suttner-Schule auch die Grundschulen in ihrer Erziehungsarbeit unterstützen. Neben den Lehrern und Schülern sollten sie auch den Eltern für Beratungen zur Verfügung stehen.



Mit freundlichen Grüßen

Dorothea Schwantje


 


I.Vermögenshaushalt

1.
Budget 5020, TB Kinder- und Jugendförderung, HH-Stelle 46000.946000

Die Mittel von € 5.000,-- für die Miniramp sind mit einem Sperrvermerk zu ver-sehen. Die Freigabe der Mittel soll durch den Jugend- und
Sozialausschuss erfolgen.

Begründung: Derzeit wird politisch die künftige Ausgestaltung der Jugendarbeit diskutiert. Die Mittel sollen daher nicht fest für die Miniramp
verbleiben, sondern ggf. für andere Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung der Jugendarbeit in Ostheim verwandt werden.

2.
Budget 6120, TB Straßen- und Wegebau, HH-Stelle 67000.367000

Es sind Einnahmen von € 2000,-- zu etatisieren. Der Magistrat wird gleichzeitig beauftragt, seine Sponsorenbemühungen wieder aufzunehmen

Begründung: Die Weihnachtsbeleuchtung sollte weiter ausgebaut werden, um die Stadt Nidderau zu verschönern. Dies geht aber nur, wenn sich
Sponsoren hierfür finden. Die Sponsorenakquise sollte daher erneut aufgenommen werden.

3.
Budget 6132, TB-Spielplätze, HH-Stellen 46030.940000, 46030.950000

Die Mittel von € 30.000 und € 40.000 sind mit einem Sperrvermerk zu versehen. Die Freigabe soll durch den Jugend- und Sozialausschuss erfolgen.

Die Stadtverordnetenversammlung hat sich für die Schließung bestimmter nicht mehr hoch frequentierter Spielplätze entschieden, um die anderen
Spielplätze attraktiver gestalten zu können. In der Vergangenheit wurden trotz dieses Beschlusses Maßnahmen ergriffen und Spielplätze teilweise
neu ausgestattet, deren Schließung vorgesehen war. Damit dies nicht erneut erfolgt, sind die Mittel zu sperren. Ebenso gilt dies für die hälftigen
Mittel im Verwaltungshaushalt, Budget 6132, HH-Stelle 46030.510000.

4.
Budget 7110, TB Abfallwirtschaft, Schuttplätze, HH-Stelle 72000.940001

Es sind entweder neu € 12.000,-- zu etatisieren oder es ist ein Haushaltsrest für die Mittel aus 2006 in gleicher Höhe zu bilden.

Die Mittel aus 2006 sind mit Sperrvermerk versehen. Die SPD-Fraktion legt aber grundsätzlich Wert auf eine Modernisierung der
Wertstoffsammelstellen, so dass hierfür Mittel bereit gestellt werden sollten.

5.
Budget 8100, TB Friedhöfe, HH-Stelle 75000.935000

Die Mittel sind in Höhe von € 7.000,-- mit einem Sperrvermerk zu versehen. Der Ortsbeirat Erbstadt soll vor Anschaffung der neuen Bestuhlung gehört werden. Die Mittelfreigabe soll nach dessen Entscheidung durch den HFA erfolgen.

Der Ortsbeirat sollte vor der Bestellung sein Votum für die neue Bestuhlung abgeben

II. Investitionsprogramm

UA 60000

Für das Jahr 2010 sind € 100.000,-- für die Erneuerung der Pfaffenhofstraße in Erbstadt zu etatisieren.

Die Pfaffenhofstraße ist in schlechtem Zustand. Mittelfristig sollte diese erneuert werden. Die Mittel sind in das Investitionsprogramm
aufzunehmen.


III. Verwaltungshaushalt
1.
Budget 6132, Spielplätze, HH-Stelle 46030.510000

Die Mittel sind zur Hälfte mit einem Sperrvermerk zu versehen. Die Freigabe
soll durch den HFA erfolgen.

Begründung s.o. I.3

2.
Budget 71000, TB Umwelt, Obstplantagen, HH-Stellen 12000.650100 u. 12000.650200
Die Mittel in Gesamthöhe von € 1.300,-- sind zu streichen.

Die Mittel werden nicht mehr benötigt. Sollten noch Kosten im Zusammenhang mit dem Agenda-Prozess anfallen, sind diese über das restliche
Budget abzuwickeln.



Frühere Anträge der SPD Stadtverordnetenfraktion

16 Dringlichkeitsantrag Schulbusverkehr Bertha-von-Suttner-Schule
15 Betreuungszeiten Kindertagesstätten 
14 "Experimentierklausel"
13 Altersübergreifende Gruppen
12 Erhaltung eines Postamt
11 Stadtmarketing und Agenda-Prozeß
10 Vereinsgelände "Alte Kläranlage"
09 Holzheizkraftwerk
08 Feldwegeausbauprogramm
07 Leitfaden des Nachhaltigen Bauens in Nidderau
06 Zum bestehenden ÖPNV-Konzept der Stadt
05 Schalterstunden der Geldinstitute im Stadtteil Erbstadt
04 Zertifizierung des Stadtwaldes und des Bürgerwaldes
03 „Solarinitiative Nidderau“
02 Einheimische landwirtschaftliche Direktvermarkter
01 Förderkonzept „Wärmedämmung in Altbauten“ vom 7.5.2002

16 Dringlichkeitsantrag Schulbusverkehr Bertha-von-Suttner-Schule

Resolution:

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Nidderau fordert den Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises, respektive den zuständigen 1. Kreisbeigeordneten Günter Frenz auf, die Pläne zur Umstellung der Schulbusverkehre für die Bertha-von-Suttner-Schule den betroffenen Kommunen Nidderau und Schöneck bekannt zu geben und in einem konstruktiven Dialog zu erörtern

 

Begründung:

Aus dem Umfeld der Bertha-von-Suttner-Schule (BvSS) bzw. Elterngesprächen ist zu erfahren, dass sich der Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises mit Plänen zur Umstellung der Schulbusverkehre (sog. freigestellte Schülerverkehre) auf die öffentlichen Personennahverkehrsangebote befasst. Die Einsparbemühungen zum Thema sind sicher ehrenwert, angesichts gestiegener Umlagen an den Kreis in allen Auswirkungen auf die Standortkommune Nidderau sowie die im Einzugsgebiet der BvSS betroffenen Anrainerkommunen aber kritisch zu hinterfragen.

Für die BvSS, die in Kürze zur Ganztagsschule umgewandelt werden soll, bedeutet dies, dass sich die Standortqualität evt. verschlechtert und Eltern anderen Schulen den Vorzug geben werden, wenn ohnehin öffentliche Nahverkehrsmittel zu benutzen sind. Die Abwanderungstendenzen und kreisübergreifenden Anwerbeversuche sind hinlänglich bekannt.

Es gilt zu verhindern, dass den Schülerinnen und Schülern unzumutbare Umsteigerelationen und voll gestopfte Linienbusse auferlegt werden. Des weiteren wird der evt. in Betracht kommende Stadtbusverkehr Nidderau im wesentlichen aus Steuergeldern der Nidderauer Bevölkerung finanziert und dient originär nicht als Ersatz für Schulbusverkehre des Kreises. Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Nidderau muss hier rechtzeitig gegensteuern.
 

15 Betreuungszeiten

Antrag:

Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen ob es ermöglicht werden kann

·        in einer oder zwei Einrichtungen Betreuungszeiten bis um 18:00 Uhr zu realisieren,

·        an Freitagen grundsätzlich die gleichem Zeiten anzubieten, wie an den anderen Wochentagen,

·        eine Betreuungsmöglichkeit nach Bedarf auch an Brückentagen anzubieten.

Weiterhin soll geprüft werden, ob Zusagen über einen KiTa-Platz früher verbindlich gegeben werden können, auch wenn möglicherweise später Familien zuziehen, die ein vorrangiges Belegungsrecht hätten.

Das Ergebnis soll im Herbst im Jugend und Sozialausschuss vorgelegt und besprochen werden.

Begründung:

Die Anforderungen der Wirtschaft an Frauen, die nach Ihrem Erziehungsurlaub wieder berufstätig werden wollen stehen den Anforderungen an Männer oftmals nicht nach.

Eine Betreuungszeit bis 16:30 reicht in der Regel nicht aus, dass eine Frau ihre frühere Stelle wieder voll aufnehmen kann. Ebenfalls gibt es im Zeichen der generell verlangten Verlängerung der Arbeitszeiten oft kein Verständnis seitens der Arbeitgeber, dass eine Frau freitags nur halbtags tätig ist, oder an Brückentagen – die für eine Firma Arbeitstage sind, wie jeder andere – immer "ausfällt".

Schenkt man betroffenen Eltern glauben, so ist nicht eine höhere Gebühr für ein erweitertes Angebot das Problem, sondern vielmehr, dass das Angebot nicht besteht.

Die Zusage an den Arbeitgeber, eine Stelle wieder aufzunehmen, muss von Frauen erhebliche Zeit vor Beendigung des Erziehungsurlaubs verbindlich gegeben werden. In der Regel sind dies 6 Monate.

Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, sollte auch die städtische Zusage über einen Betreuungsplatz  frühzeitiger gegeben werden können, als es momentane Praxis ist.

 

14 "Experimentierklausel"

Antrag:

Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen ob eine "Experimentierklausel" eingerichtet werden kann, die es ermöglicht, situativ einzelne Gruppen in Kindertagesstätten zu Familiengruppen umzuwandeln und damit eine Erweiterung des Betreuungsangebots in den Hortbereich zu realisieren.

Das Ergebnis soll im Herbst im Jugend und Sozialausschuss vorgelegt und besprochen werden.

Begründung:

Rückläufige Belegungszahlen ermöglichen zukünftig nicht nur Raum zur Betreuung jüngerer Kinder, die "ihren" Platz im Verlauf des KiTa-Jahres lediglich früher belegen, als gesetzlich verankert, sondern auch Freiräume in Richtung des Hortbereichs.

Eine "Experimentierklausel" könnte möglicherweise auch befristete Zusagen beinhalten und mit ihr könnten Erfahrungen für eine zukünftige Platzvergabepraxis gesammelt werden, ohne das Angebot sofort verbindlich festzuschreiben.

 

13 Altersübergreifende Gruppen

 

Antrag:

Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen ob – möglichst zum Beginn des Kindergartenjahres 2005/2006 – in Kindertagesstätten altersübergreifende Gruppen eingerichtet werden können, für die das Aufnahmealter auf 21/2 Jahre gesenkt werden kann. Die dazu erforderlichen Genehmigungen sollten umgehend eingeholt werden.
Solche Gruppen könnten als Versuch in der städt. Kindertagesstätte „Allee-Mitte“ und in der ev. Kindertagesstätte Wagnerstraße eingerichtet werden.
Das Ergebnis mit den möglicherweise anfallenden Zusatzkosten sollte im Monat September dem Jugend- und Sozialausschuss vorgelegt werden.
 

Begründung:

Bei einer Versammlung zum Thema „Kinderbetreuungseinrichtungen in Nidderau“, zu der die SPD Nidderau Elternbeiräte und Eltern eingeladen hatte, wurde u.a. der dringende Wunsch vorgetragen, altersübergreifende Gruppen einzurichten, für die das Aufnahmealter auf 21/2 Jahre gesenkt wird. Der Wunsch wurde wie folgt begründet:

Der gesetzlich verankerte Erziehungsurlaub ist auf 3 Jahre begrenzt. Wenn das Kind erst nach Vollendung des 3. Lebensjahres in eine Kindertagesstätte aufgenommen wird, ist es nicht möglich, die für das Kind erforderliche Eingewöhnungsphase in die Zeit des Erziehungsurlaubs zu legen. Dies führt zu erheblichen Problemen insbesondere bei Familien, die keine Verwandtschaft vor Ort hat.

Sicherzustellen ist natürlich, dass der gesetzlich verankerte Rechtsanspruch auf Aufnahme in eine Kindertagesstätte ab dem 3. Lebensjahr weiterhin erfüllt wird. Von Bedeutung bei der Bewertung ist, dass jetzt für einen Teil der Kinder, die von dieser neuen Regelung betroffen sind, nämlich diejenigen, die in dem Kindergartenjahr 3 Jahre alt werden, die Kindertagesstättenplätze vorgehalten werden müssen. Diese neue Regelung würde somit auch zu einer stärkeren Belegung der Kindertagesstätten führen.

 

12 Erhaltung eines Postamtes

Antrag:

Der Magistrat wird beauftragt, mit den zuständigen Gremien der Deutschen Post Verhandlungen zu führen. Ziel der Gespräche soll die Sicherstellung des heutigen postalischen Angebots in unserer Stadt sein. Das heißt: AUFRECHTERHALTUNG WENIGSTENS EINER DURCH DIE DEUTSCHE POST GEFÜHRTEN FILIALE.

 

Begründung:

Die SPD-Fraktion hat in Erfahrung gebracht, dass der Pachtvertrag für die Räumlichkeiten der Postfiliale in Heldenbergen in nächster Zeit abläuft. Dabei ist geplant das letzte
vorhandene “Postamt” durch eine Postagentur zu ersetzen. Wir halten diese Entwicklung für äußerst bedenklich. Die Bürger unserer Stadt haben ein Recht auf eine vernünftige
postalische Mindestversorgung, die durch Postagenturen allein nicht abgedeckt werden kann.

Deshalb bitten wir zur Sicherstellung des derzeitigen Angebotes rechtzeitig mit den Postunternehmen Gespräche zu führen.
 

 

11 Stadtmarketing und Agenda-Prozeß

Antrag:

Die Arbeit der verschiedenen Agenda- Gruppen und des Stadtmarketings soll koordiniert und zusammengeführt werden. Aufgabe des Haupt- und Finanzausschusses soll es sein diese Arbeit auf die einzelnen städtischen Fachausschüsse zu verteilen.

 

Begründung:

Seit der Aufnahme der Arbeit des Agenda- Prozesses in unserer Stadt werden durch die Mitarbeit der dort engagierten Nidderauer Bürger qualifizierte Arbeits- und Denkprozesse angestoßen. Die nun initiierte Arbeit des Stadtmarketings zeigt gleichfalls großes Engagement der Beteiligten.
Diese beiden unter beachtlichem bürgerlichen Engagement entstandenen Gruppen sollen nun zusammengeführt werden. Damit soll auch eine bessere Gewichtung der angestrebten Maßnahmen erreicht werden. Und in der Zukunft sollte sich aus den eingebrachten Ideen ein
Leitbild entwickeln.

Aufgabe des HFA soll es sein die Ideen zu sammeln und in die Ausschüsse zu transportieren.
 

10 Nutzung des Areals der „alten Kläranlage“ als Vereinsgelände

Antrag:

Der Magistrat wird beauftragt, gemeinsam mit den interessierten Eichener Vereinen, Konzepte zur Nutzung des Areals der „alten Kläranlage“ als Vereinsgelände zu entwickeln.

Begründung:

Das Gelände der „alten Kläranlage“ in Eichen wird seit längerem von verschiedenen Vereinen in Unterschiedlichster Art und Weise genutzt. Es werden dort Veranstaltungen durchgeführt (Grillfeste, Vereinsfeiern) und die Vorhandenen Räume als Unterstellmöglichkeiten genutzt.

Seit mehreren Jahren schon fordert die Vereinsgemeinschaft Eichen, die planerischen Voraussetzungen zu schaffen, um dieses Gelände zu Vereinszwecken geregelt nutzen zu können.

Hierfür soll im Rahmen der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes, nach erklärtem politischen Willen, die Grundlage geschaffen werden.

Die Bedeutung des Areals als Vereinsgelände wurde auch von der Arbeitsgruppe „Unser Dorf“ herausgestellt.

Nun sollte mit den Vereinen gemeinsam ein Konzept entwickelt werden, wie das Gelände genutzt werden soll. Die wesentlichen Diskussionspunkte sind hierbei, welche Vereine ein begründetes Interesse haben, das Gelände zu Nutzen und auf welche Art und Weise dies geschehen soll. Welche baulichen Massnahmen bzw. Anlagen müssten geschaffen werden, um die Bedürfnisse zu befriedigen und wie soll die WSS gestalterisch abgegrenzt werden usw.

 

09 Holzheizkraftwerk

Antrag:

Der Magistrat wird beauftragt, dem Umweltausschuß Informationen über das Holzheizkraftwerk der Bayerischen Kreisstadt Pfaffenhofen zukommen zu lassen.
Hierbei soll dass Ziel sein, Erkenntnisse darüber zu erlangen, ob ein solches Projekt auch für die Stadt Nidderau sinnvoll sein könnte.

Begründung:

Die Schonung von Ressourcen und der nachhaltige Umgang mit Energie ist eine zentrale Aufgabe des 21. Jahrhunderts.
Die Errichtung eines Holzheizkraftwerkes kann einen beachtlichen Beitrag zur Klimaver­besserung leisten und dem Ziel dienen, die Kohlendioxid-Emissionen im Sinne des Klima-Bündnisses zu reduzieren.
In Pfaffenhofen wurde im letzten Jahr unter großer Beachtung der Öffentlichkeit ein solches Kraftwerk in Betrieb genommen.
Hierbei wird naturbelassenes Holz aus heimischen Wäldern (Durchforstungsmaterial oder anfallende Koppelprodukte) sowie unbelastetes Restholz sinnvoll verwertet. Darüber hinaus würde ein solches Projekt zur Bereitstellung von Arbeitsplätzen vor Ort beitragen.
Die ökonomischen und ökologischen Komponenten einer solchen Anlage würden den Zielen und Aufgaben der Agenda 21 in hervorragender Weise entsprechen.
Um ein solches Projekt jedoch insgesamt beurteilen zu können, sind eine Fülle von Informationen notwendig.
Diese sollen im Umweltausschuss vermittelt und beraten werden.

 

08 Feldwegeausbauprogramm

Antrag:

Der Magistrat wird beauftragt, ein Feldwegeausbauprogramm zu erarbeiten.
In dem Programm sind die Vorschläge der Jagdgenossenschaften, der Ortslandwirte, dem AK Radwege (betr. auch Inliner-Rundkurs), den Vorschlägen des Programmes „Unser Dorf“ im Stadtteil Eichen, die Planungen zum Bau der Ortsumgehung Heldenbergen/Windecken, der Verlauf überörtlicher Radwege (z. B. Hess. Obst- und Apfelweinwiesenroute, Bonifatiusradweg) und die Planungen des Regionalverbandes zur „Hohen Straße“ zu berücksichtigen.

Begründung:

Landwirtschaftliche Wege dienen heute nicht mehr allein der Erschließung landwirtschaftlicher Flächen, sie haben auch eine Bedeutung als Rad- und Wanderwege.
Der Ausbau von Wegen wird in verschiedenen Gremien, Arbeitskreisen und Organisationen diskutiert.

Um den politischen Entscheidungsträgern einen Überblick zu geben, welche Ideen in den unterschiedlichen Gremien erarbeitet werden, ist es notwendig, dies zusammenstellen und in einem Wegeausbauprogramm der Stadt Nidderau zu bündeln. Hierbei ist auch von Bedeutung, dass sich über die gemeinsamen Interessen Synergieeffekte erzielen lassen. Als positives Beispiel ist der Kalkofenweg zu nennen, der eine Bedeutung als landwirtschaftlicher Weg hat, dessen Ausbau aber auch durch Landesmittel für überörtlichen Radwegebau mitfinanziert wird.

In dem Ausbauprogramm soll weiterhin der Ausbaustandard der Wege festgelegt werden. Zu beachten ist, dass in den meisten Fällen sowohl für die Landwirtschaft, wie auch für den Radverkehr asphaltierte Wege als die beste Lösung gelten (siehe hierzu auch die Vorschläge des ADFC).

Hierbei ist außerdem von Bedeutung, dass ein gut ausgebautes Wegenetz auch die Möglichkeit zur Steuerung des Besucherverkehrs bietet. Durch die Lenkung des Besucherverkehrs auf ein gut ausgebautes Wegenetz und Rückbau nicht benötigter Nebenwege, würde der Besucherdruck von der Fläche genommen und so eine Beruhigung der übrigen Flächen erfolgen.

Der Plan soll im Strukturausschuß, im Arbeitskreis Radwege sowie mit Vertretern der Ortsbeiräte, der Landwirtschaft und der Jagdgenossenschaften diskutiert werden.

07 Leitfaden des Nachhaltigen Bauens in Nidderau

Antrag:

Der Magistrat wird beauftragt, eine „Leitfaden des Nachhaltigen Bauens in Nidderau“ zu erstellen.

Darin sollen alle umweltrelevanten Aspekte des Bauens, insbesondere Maßnahmen zur Wärmedämmung, aktive und passive Solarnutzung, Regenwassernutzung, Entsiegelung von Flächen, Errichtung von Heizanlagen berücksichtigt sein.

Die Baufibel soll in Form eines DIN A4 Ordnern angelegt werden und nach Themengebieten geordnet, die relevanten Broschüren der Ministerien von Bund- und Ländern, Infos zu KfW Krediten, Infos zur Bauleitplanung sowie Förderprogrammen der Stadt Nidderau usw. enthalten.

Begründung:

Die Schonung von Ressourcen und der nachhaltige Umgang mit Energie ist eine zentrale Aufgabe des 21. Jahrhunderts.
Bauherren bieten sich viele Möglichkeiten hier Aktivitäten zu entwickeln. Hierzu existieren in den Bebauungsplänen vorgegeben Standards, gesetzliche Vorgaben, Förderprogramme von Bund und Ländern. Außerdem gibt es kommunale Förderungen sowie weitere Ansätze der Unterstützung (z. B. SPD-Antrag Solarinitiative).
Dies alles sollte in Bezug auf die Stadt Nidderau gebündelt werden, um den Bauherren einen Leitfaden der Möglichkeiten an die Hand zu geben.

 

06 Zum bestehenden ÖPNV-Konzept der Stadt

Antrag:

Die Verwaltung wird gebeten, das bestehende ÖPNV-Konzept der Stadt (einschließlich 5902 Hanau- Nidderau, 5150 Bad Vilbel- Stockheim Niddertalbus, HU 41 Nidderau- Karben,HU 45 Nidderau- Linie, HU 46 Nidderau- Linie) aufzuarbeiten. Des weiteren wird gebeten eine bessere Anbindung der Stadtteile Eichen und Erbstadt in die Untersuchung einzubeziehen.

Diese Zusammenstellungen sind im Strukturausschuss vorzustellen.

Begründung:

Am 31.12.2001 schloss im Stadtteil Eichen eines der letzten für die älteren Mitbürger fußläufig zu erreichenden Lebensmittelgeschäfte. In einer vergleichbaren Situation kann sich

schon in diesem Jahr der Stadtteil Erbstadt wiederfinden, dort sollen die beiden Bankfilialen in nächster Zukunft geschlossen werden

Vor diesem sich dynamisch verändernden Hintergrund und aus politischer Verantwortung der Bevölkerung gegenüber, die wenig mobilisiert ist, erscheint der SPD-Fraktion eine Neubewertung des bestehenden ÖPNV-Konzeptes daher dringend notwendig.

 

05 Schalterstunden der Geldinstitute im Stadtteil Erbstadt

Antrag:

Der Magistrat wird beauftragt, Gespräche mit der Raiffeisenbank Main-Kinzig und der Sparkasse Hanau zu führen, mit dem Ziel weiterhin Schalterstunden der Geldinstitute im Stadtteil Erbstadt zu gewährleisten.


Begründung:

Die Raiffeisenbank Main-Kinzig hat ihren Kunden mitgeteilt, zukünftig ihren Schalter in Erbstadt zu schließen und in gemeinsamen Räumen mit der Sparkasse Hanau die Abwicklung der Bankgeschäfte über Automaten vornehmen zu lassen. Daraus folgernd lässt sich schließen, dass die Sparkasse Hanau beabsichtigt in naher Zukunft ebenfalls im Stadtteil Erbstadt ihren Schalterdienst einzustellen. Im Stadtteil Eichen wurde der Schalterdienst von der Sparkasse Hanau schon vor längerer Zeit eingestellt.

Diese Einschränkung der Leistungen für die Bankkunden, ist gerade für ältere Mitbürger eine unbillige Härte. Aus diesem Grund soll der Magistrat der Stadt Nidderau mit den Geldinstituten Verhandlungen führen, einen Schalterdienst weiterhin aufrechtzuerhalten. Aus ländlicheren Regionen sind Beispiele bekannt, bei denen Banken, beispielsweise mit mobilen Schaltern ein bis zwei mal wöchentlich ihren Kunden die Möglichkeit geben, ihre Geldgeschäfte am Schalter abzuwickeln. Dies sollte auch in Erbstadt möglich sein.



04 Zertifizierung des Stadtwaldes und des Bürgerwaldes


Antrag:

Der Magistrat wird beauftragt bei den zuständigen Stellen die Zertifizierung des Stadtwaldes und des Bürgerwaldes nach dem Zertifizierungssystem PEFC zu beantragen.

Begründung:

Da die Holzwirtschaft in zunehmenden Maße Holz aus zertifizierten Forstbetrieben nachfragt, soll der Stadtwald der Stadt Nidderau zertifiziert werden.

Auf dem Markt gängig sind derzeit im wesentlichen zwei unterschiedliche Systeme. Der Landesbetrieb Hessen-Forst empfiehlt die Zertifizierung nach dem Pan-Europäischen-Forstzerifizierungs-System (PEFC). Die Kosten hierfür betragen einmalig 20,00 DM + Mwst. zuzüglich 0,20 DM + Mwst. je Hektar und Jahr (bei ca. 1000 ha Waldbesitz etwa 130,00 €).

Dem gegenüber steht das Forest Stewardship Cozncil-System (FSCC). Die Kosten bei der Zertifizierung nach FSC würden 5,00 DM je Hektar und Jahr betragen (bei ca. 1000 ha Waldbesitz etwa 2550,00 €).

Ziel der Zertifizierung nach FESC muss es sein, möglichst große Waldflächen nach einem einheitlichen System zu zertifizieren um eine starke Marktposition des Zertifikates zu schaffen. Letztlich wird es durch PEFC-Zertifizierung wahrscheinlich nicht zu höheren Preisen für die Produkte kommen. Sicherlich werden jedoch die nicht zertifizierten Betriebe Probleme beim Absatz ihrer Produkte haben, da die Kunden immer mehr nach der Zertifizierung verlangen werden.

 

03 „Solarinitiative Nidderau“

Antrag:

Der Magistrat wird beauftragt ein Konzept „Solarinitiative Nidderau“ auszuarbeiten. Ziel dieser Initiative soll es sein, bis Ende 2003 fünfzig neue Solar- bzw. Photovoltaikanlagen in Nidderau zu errichten.

In diesem Projekt soll versucht werden, in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein Nidderau Strategien zu entwickeln, bei denen aufgrund großer Stückzahlen attraktive Angebote zur Errichtung dieser Anlagen erreicht werden sollen.

Die Stadt Nidderau soll hierbei als Vermittler auftreten, sowie Hilfestellungen in Bezug auf mögliche Fördermöglichkeiten geben.

Begründung:

Klimaveränderungen aufgrund des drastischen Anstiegs von CO2 führen bekanntermaßen zu Auswirkungen, die auch bei uns in Zukunft spürbar sein werden. Um dem Entgegenzutreten sind auch Massnahmen auf kommunaler Ebene gefordert. Dies wurde in Nidderau unter anderem auch im Rahmen der AGENDA 21 erkannt.

Nun gilt es, dies umzusetzen.

Die Nutzung von Solarenergie in Form von Solar- und Photovoltaikanlagen wird in Zukunft eine wesentlich größere Rolle bei der Substitution fossiler Energieträger spielen müssen, als dies bislang der Fall ist.

Die auf dem Markt erhältlichen Anlagen haben derzeit – trotz staatlicher Förderungen – eine sehr hohe Amortisationsdauer. Verbesserungen könnten hier erzielt werden, wenn der Absatz dieser Anlagen höher wäre. Kooperationen zwischen einheimischen Gewerbetreibenden und der öffentlichen Hand können dazu führen, die Anlagen spürbar billiger und somit finanziell attraktiver zu machen.

Hierbei sollen Zeichen gesetzt werden in Bezug auf eine CO2 Reduzierung, wie auch hinsichtlich der Förderung des einheimischen Gewerbes.

 

02 Einheimische landwirtschaftliche Direktvermarkter

Antrag:

Der Magistrat wird beauftragt, in den Einrichtungen der Stadt Nidderau, soweit wie möglich Produkte einheimischer landwirtschaftlicher Direktvermarkter zu verwenden.

Begründung:

Viele landwirtschaftliche Betriebe sehen in der Direktvermarktung ihrer Produkte eine Möglichkeit ihre Einkommen zu sichern. Diese Direktvermarktung ist jedoch in den meisten Fällen mit enormen Investitionen und einer erheblichen zusätzlichen Arbeitsbelastung verbunden.

Die Vorteile für die landwirtschaftlichen Betriebe liegen darin, dass die Wertschöpfungskette kurz gehalten wird und die Einnahmen in die Betriebe fliessen und nicht in den Handel.

Für die Verbraucher liegt der Vorteil darin, im Sinne einer gläsernen Produktion über die Herkunft und die Verarbeitung der Lebensmittel direkt informiert zu sein. Dieser Aspekt ist auch gerade im Hinblick auf den Verbraucherschutz von erheblicher Bedeutung. Im Sinne der AGENDA 21 ist auch wichtig, dass die hohen Energieaufwendungen für den Transport der Tiere und der Lebensmittel minimiert werden.

Gerade im Bereich der Kindertagesstätten hat die Verwendung von einheimisch erzeugten Produkten einen wichtigen pädagogischen Aspekt.

Eine größere Verwendung dieser Produkte ist somit als Förderung der einheimischen Landwirtschaft zu sehen, wie auch als Beitrag zum Verbraucher- und Ressourcenschutz.

 

01 Förderkonzept „Wärmedämmung in Altbauten“ vom 7.5.2002

Antrag:

Der Magistrat wird beauftragt, ein Förderkonzept „Wärmedämmung in Altbauten“ zu entwickeln. Die Erfahrungen der „Brundtlandstadt Viernheim“ sind hierbei zu berücksichtigen.

Begründung:

Die Reduzierung des Ausstoßes des Treibhausgases CO 2 ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Kommunalen Aktivitäten kommt hierbei eine entscheidende Bedeutung zu. Private Haushalte sind ein Hauptverursacher dieser Emissionen. Ein großer Teil dieses Ausstoßes stammt aus dem Beheizen von Wohnungen. Hierbei treten vor allem veraltete Anlagen sowie eine unzureichende Wärmedämmung an den Gebäuden negativ in Erscheinung.

Der Gesetzgeber hat hier bereits mit der „Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen“ oder der am 1 Februar 2002 in Kraft getretenen „Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagetechnik bei Gebäuden“ Maßnahmen ergriffen und gesetzliche Regularien geschaffen.

Bei älteren Gebäuden, deren Wärmedämmung oft mangelhaft ist, liegen enorme Energieeinsparpotenziale. Hier können die Kommunen über eine sinnvolle Förderung entscheidendes Bewegen.

Der Magistrat sollte unter Zuhilfenahme der Erfahrungen der Stadt Viernheim, die ein Vorreiter auf dem Sektor des Energiesparens ist, ein kommunales Förderprogramm zur Wärmedämmung älterer Gebäude ausarbeiten.

Hierbei profitieren, ganz im Sinne der AGENDA 21, nicht nur die Umwelt, sondern auch der einheimische Mittelstand.

Das Programm sollte den Gremien vor den Beratungen zum Haushalt 2003 vorgelegt werden, um die finanzielle Ausstattung mit in die Haushaltsberatungen einbeziehen zu können.

 

vers.2.6_2007.07.01

   


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